#MehrPlatzFürMenschen: Neue Radwege auf Berlins Straßen

Berlin nimmt eine Vorreiterrolle im strukturellen Wandel ein. Die Straßen werden fahrradtauglicher gestaltet. Aber das soll erst der Anfang sein.
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Erstellt von Velonest vor 4 Jahren

Die Regierung steht immer mehr in der Verantwortung, kurzfristig Lösungsansätze für ein den Umständen entsprechend geregeltes Miteinander zu finden in Zeiten von Corona. Gerade in Deutschlands Großstädten muss Struktur und Ordnung dafür geschaffen werden. Eine Vorreiterrolle nimmt hierbei Berlin ein, welche für die Bewohner mehr Freiräume auf neu geschaffenen Radwegen gestaltet.

Berlin Friedrichshain-Kreuzberg setzt Startschuss für #PopUpBikeLanes

Wie kurzfristig auch politisch gehandelt werden kann, zeigen die sogenannten #PopUpBikeLanes. Das sinkende Verkehrsaufgebot in Berlin innerhalb der letzten Wochen steht einem wachsenden Umstieg aufs Fahrrad gegenüber. Um den Fahrradfahrern genug Raum zu bieten, wurden kurzerhand die wenig befahrenen Straßen im Stadtkern Berlins – genauer gesagt in Friedrichshain und Kreuzberg – zu größeren Fahrradwegen umstrukturiert. Denn trotz der steigenden Anzahl an Radlern soll weiterhin ein sicheres Umfeld vorherrschen.

Initiativen wurden losgetreten

Wie viel in den eigenen Händen der Bürger*innen dieses Landes liegt, zeigt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club, kurz ADFC, welcher sich unter anderem dafür eingesetzt hat, genau diese neuen Wege zu schaffen. Dieser fordert in mehreren Initiativen neben den #PopUpBikeLanes auch zu #MehrPlatzFürMenschen oder auch #RadelnMitAbstand auf. Hier steht das Gemeinwohl der Radfahrer im Mittelpunkt. Aber nicht nur in Berlin soll es während der kommenden Wochen mehr Ausweichmöglichkeiten für Fahrradbegeisterte – oder die, die es werden wollen – geben. So setzt sich die Organisation der Deutsche Umwelthilfe dafür ein, dass diese Projekte auch in weiteren Großstädten umgesetzt werden.

Mit gutem Beispiel voran

Es kann also festgehalten werden, dass sich um unsere Sicherheit im Straßenverkehr gesorgt wird. Gerade Berlin geht damit einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Mit dem Ziel den Abstand für Fahrradfahrer so groß wie möglich zu gestalten, wurden schon erste Erfolge erzielt. So wurde in einer Pressemitteilung des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg ein positiver Einfluss auf die derzeitigen politischen Abstandsregelungen festgestellt und nichtsdestotrotz ist der Verkehr durch die neuen Radwege nicht eingeschränkt. Man muss sich dennoch vergegenwärtigen, dass es sich hierbei um zeitlich begrenzte Maßnahmen hält.

Sicherheit steht immer im Vordergrund

Unser Aufruf an euch lautet: Nutzt den gebotenen Raum und haltet von- aber vor allem auch füreinander Abstand. Gerade in der jetzigen Zeit kommt es auf jeden einzelnen an. Dadurch können wir noch lange Spaß am Radeln genießen und uns sicher im Straßenverkehr bewegen. Denn obgleich wir uns in Ausnahmesituationen befinden, so können wir als Verkehrsteilnehmende immer auf den Abstand zum Vorder- oder Nebenmann achten. In diesem Sinne wünschen wir euch weiterhin gute und sichere Fahrt – auf welchen Straßen oder Wegen ihr auch immer unterwegs seid.

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