Fahrräder richtig lackieren

Dein Fahrrad hat schon bessere Zeiten erlebt oder du möchtest ihm mal wieder einen neuen Look verpassen, hast aber nicht das nötige Kleingeld für eine Lackiererei? Dieser Beitrag gibt dir eine Anleitung, wie du den Lackierer sparen kannst.
Fahrräder richtig lackieren
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Erstellt von Velonest vor 1 Jahr
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Vorab muss klar sein, dass das Umlackieren eines Fahrrades ein aufwendiges und durch die Trockenzeiten auch langwieriges Unterfangen ist. Wer jedoch wirklich Lust daran hat, sich mal die Finger schmutzig zu machen, der wird an diesem Projekt Gefallen finden. Besonders, da es keines herausragenden handwerklichen Könnens bedarf.

Fahrrad lackieren: Vorbereitung

Bevor mit der eigentlichen Arbeit anfangen werden kann, muss erst einmal eingekauft werden.

Hier ist eine Liste der Dinge, die mit hoher Wahrscheinlichkeit benötigt werden:

  • Lackiereranzug
  • Arbeitshandschuhe
  • Atemschutzmaske, unbedingt mit Filter!
  • Abdeckfolie, um nicht die Umgebung einzufärben
  • Fahrradwerkzeug
  • Schleifpapier mit verschiedenen Stärken, wenn vorhanden zusätzlich eine Schleifmaschine
  • Rostumwandler, wenn nötig
  • Spülmittel
  • 500 ml Grundierung
  • 1l Lackspray
  • 500 ml Klarlack

Die Grundierung, das Lackspray sowie der Klarlack sollten von der gleichen Marke sein, um das optimale Ergebnis zu erreichen. Darüber hinaus sollten unbedingt die Anwendungshinweise gelesen und beachtet werden, um Probleme zu vermeiden.

Ort zum Fahrradlackieren

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Location. An diese werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Abhängig vom Lack sollte sie ungefähr Zimmertemperatur haben, wenn nicht sogar etwas kälter sein. Dabei sollte sie trocken und staubfrei sein sowie gut belüftet, ohne dass Zugluft entsteht. Zudem sollte sie auch genügend Platz bieten, da dieser zum Arbeiten benötigt wird.

Ablauf

Demontieren

Der erste Schritt nach der Präparation des Raumes, in dem gearbeitet werden soll, ist das komplette Demontieren des Fahrrads. Dabei ist das Auseinanderbauen einfacher als das spätere Zusammensetzen. Deshalb ist es empfehlenswert, sich Fotos und Notizen zu machen, wie und in welcher Reihenfolge die Teile später wieder zu montieren sind. Besonders, wenn noch nicht so viel Erfahrung im Auseinanderbauen von Fahrrädern vorhanden ist.

Wenn dabei etwas nicht ganz wie geplant funktioniert, such lieber im Internet nach der Lösung des Problems. Denn Gewalt ist auch hier keine Lösung, im schlimmsten Fall geht ein wichtiges Teil kaputt.

Das Demontieren ist auch eine gute Gelegenheit, vielleicht schon etwas in die Jahre gekommene und teilweise kaputte Teile durch neue oder gebrauchte Fahrradteile zu ersetzen.

Abschleifen und Grundieren

Nachdem nun der Rahmen von allen anderen Teilen befreit wurde, geht es jetzt an das Abschleifen aller zu lackierenden Teile. Das geht auch ohne Schleifmaschine, also von Hand, ist aber wesentlich mühsamer und zeitintensiver. Die Körnung des Schleifpapiers sollte immer feiner werden, bis in etwa 800/1000. Auf Abbeizer soll hier nicht eingegangen werden, weil es auch sehr gut ohne den Gebrauch dieser funktioniert. Wenn diese trotzdem zum Einsatz kommen sollen, ist eine gründliche Beratung im Fachhandel ratsam.

Es muss nicht bis auf den blanken Rahmen abgeschliffen werden. Wenn anschließend grundiert wird, werden feine Überreste des alten Lacks überdeckt und Rost und Beschädigungen können ausgebessert werden. Bevor allerdings die Grundierung nach Packungsvorgabe auftragen wird, sollten die zu lackierenden Teile mit Spülmittel entfettet und anschließend gründlich mit Wasser abgespült werden.

Nachdem die Grundierung getrocknet ist, sollten Unebenheiten noch einmal abgeschliffen werden, da diese sonst nach dem Lackieren zu sehen wären. Sicherheitshalber kann auch noch eine zweite Schicht Grundierung aufgetragen werden.

Wie lange die Grundierung braucht, um zu trocknen, kannst du der Packungsbeilage entnehmen. Danach sollte diese noch einmal angeschliffen und der Rahmen anschließend vom Staub befreit werden.

Fahrrad lackieren

Jetzt geht es ans Lackieren mit dem eigentlichen, farbigen, Lackspray. Dabei sollte Ruhe bewahrt und die Herstellerangaben beachtet werden. Es ist darüber hinaus darauf zu achten, dass der Sprühkopf sauber und der Sprühdruck gleichmäßig bleibt. Es sollten lieber mehrere dünne Schichten aufgetragen werden. Damit werden ärgerliche Lacknasen vermieden.

Nachdem die letzte Schicht getrocknet ist, könnte das Ergebnis noch einmal poliert werden, damit auch die Reste des Sprühnebels entfernt werden.

Anschließend wird auch der Klarlack in mehreren Schichten aufgetragen. Dieser sollte wirklich komplett aushärten, was länger dauern kann. Auch hier geben die Herstellerangaben Auskunft.

Jetzt muss alles nur noch wieder zusammengebaut werden und dein gebrauchtes Fahrrad sieht aus wie neu!

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Kommentare

Danke erstmal für den tollen Beitrag!

Habe ihn wirklich mit großem Interesse gelesen und dabei auch einiges gelernt.

Schon lange wollte ich mir mein Fahrrad selber lackieren bzw. lackieren lassen. Wenn ich mir den Beitrag so ansehe, kommt mir das eigentlich gar nicht so schwer vor. Was man aber auf jeden Fall braucht, ist eben die nötige Ausrüstung. Trotzdem stelle ich mir das nicht ganz so einfach vor. Ein Nachbar von mir hat sich bei seinem alten Auto mal die Tür ausgewechselt. Diese hatte aber eine andere Farbe und er wollte sie nicht lackieren lassen, da dies mit relativ hohe Kosten verbunden wäre. Er hat es schließlich selber gemacht. Das Ergebnis sah eigentlich auch gar nicht schlecht aus, doch der Klarlack war teilweise etwas weich bzw. konnte mit einem Fingernagel eingedrückt werden. Ihn hat das nicht weiter gestört, da es ein altes Fahrzeug war und wenn es noch fuhr und okay aussah, reichte das. Ich will mir mein neues <a href="https://www.sportsale24.com/angebote/fahrrad-auf-raten-kaufen.html">Fahrrad auf Raten kaufen</a>. Dieses werde ich dann lackieren lassen. Was ich bei Fahrradlackierungen besonders passend finde, sind Lackierungen mit einem Verlauf von einer Farbe in die andere. Das hat einen ganz besonderen Effekt und ist auch nicht einfach zu bewerkstelligen. Dazu braucht es dann schon jemanden, der das gelernt hat. 

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