Fahrradtransport mit dem Auto – 3 Möglichkeiten

Man sieht immer mehr Autos, auf denen auf unterschiedliche Weise Fahrräder befestigt sind. Gerade in Zeiten von Corona wird es immer beliebter mit dem Auto und dem Fahrrad oder E-Bike im Gepäck in die benachbarten Länder oder einfach innerhalb Deutschlands zu verreisen. Doch wie transportiert man das sperrige Rad richtig und sicher ans Ziel?
Fahrradtransport mit dem Auto – 3 Möglichkeiten
© soloviova-Liudmyla
Erstellt von Velonest vor 2 Wochen
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Am Auto-Heck

Der Träger am hinteren Teil des Autos wird entweder an der Anhängerkupplung oder an der Kofferraumklappe befestigt. Es gibt unzählige mögliche Varianten und auch preislich starke Unterschiede. Die gängigsten sind jedoch die Heckträger für die Anhängerkupplung. Sie sind oft klappbar, sodass der Kofferraum trotzdem geöffnet werden kann und besitzen einen Anschluss an das Beleuchtungssystem des Autos. Das kann vor allem dann wichtig sein, wenn die Fahrräder oder der Träger die Brems- und Rücklichter des Autos verdecken. Die Fahrräder werden mit Rahmenhaltern und Textilspanngurten an dem Träger uns somit am Auto befestigt. Wenn man seine E-Bikes transportieren will, muss man darauf achten, dass der Träger dafür auch geeignet ist. Denn nicht jeder Heckträger kann auch Pedelecs transportieren, da man diese noch besonders befestigen muss. Am besten man schaut sich vorher die Tests des ADAC oder anderer Organisationen an. Dann kann man als Fahrradurlauber sicher gehen, dass die Träger auch zuverlässig sind. Auch bei leichten Unfällen sollten diese fest sitzen und Bodenwellen sollten auch bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn kein Problem für die Heck-Träger darstellen.

Auf dem Auto-Dach

Eine weitere Möglichkeit die Fahrräder außen am Auto zu befestigen, sind Dachträger. Diese bestehen meistens nur aus wenigen Stangen, die auf dem Autodach montiert werden. Auch werden die Fahrräder nicht mit Gurten befestigt, sondern es wird lediglich das Vorderrad durch eine Klemme fest fixiert. Dadurch wird die Halterung nirgendwo am Rahmen des Fahrrads befestigt und man kann somit lästige Kratzer im Lack des Rads vermeiden. Je nach Halterung können auch hier, wie beim Heckträger, mehrere Fahrräder gleichzeitig mit dem Auto transportiert werden. Vor dem Kauf sollte man allerdings sicher gehen, ob das bei dem Auto überhaupt möglich ist, denn nicht auf allen Autos können solche Dach-Schienen befestigt werden. Die nächste knifflige Aufgabe ist, die Fahrräder auf den Dachschienen zu befestigen. Jene müssen nämlich erstmal auf das Auto gehievt werden. Dafür braucht man Kraft und auch etwas Geschick. Wenn man nämlich ins Straucheln kommt, kann es schnell zu Lackschäden am Auto kommen oder man kann sich sogar verletzen.

Regeln im Ausland

Im Ausland gelten meist strengere Regeln als in Deutschland, was vor allem das Befestigen von Heckträgern angeht. Diese müssen durch besondere Schilder oder Fahnen gekennzeichnet werden. Je nach Land kann es stark variieren, ob die eingetragene Länge des Autos im Kfz-Schein einfach so durch einen Heckträger verlängert werden darf oder eben nicht. Am besten informierst du dich vor dem Fahrradurlaub wie richtig gekennzeichnet werden muss und ob man eine gesonderte Genehmigung für das gewählte Urlaubsland braucht. Gerade in den beliebten Urlaubsländern wie Portugal, Italien, Spanien, Slowenien, Österreich und Belgien muss man gesonderte Warntafeln anbringen, um mit einem Heckträger fahren zu dürfen. Für den Dachträger bestehen dort hingegen keine gesonderten Markierungsregeln.

Im Auto

Wem das alles zu unsicher ist, kann das Fahrrad demontieren und im Auto transportieren. Das geht vor allem dann gut, wenn man alleine verreist und im Auto sonst nicht viel Platz benötigt. Zum gemeinsamen Verreisen mit der Familie eignet sich der Transport des Rads im Auto also eher weniger, da man den Stauraum im Kofferraum für Gepäck und die Rücksitze für weitere Familienmitglieder braucht. Jedoch ist es die günstigste Variante, da keine Träger für Dach oder Heck angeschafft werden müssen. Dagegen braucht man ein bisschen Übung, um sein Fahrrad auseinander und wieder zusammenschrauben zu können. Und das richtige Werkzeug ist dazu natürlich auch nötig. Wem das mit dem auseinanderschrauben zu viel ist, kann aber immer noch auf Klappräder zurückgreifen.

Wer mit dem Flugzeug verreist oder sein Fahrrad nicht mit auf die Reise nehmen kann, dem bietet es sich an Bike-Sharing auszuprobieren. Da bleibt das ganze schrauben und befestigen aus und man kann direkt am Reiseziel ein Rad per App mieten und den Urlaubsort auf zwei Rädern erkunden.

Falls dir jetzt noch Inspiration für dein neues Urlaubsziel fehlt, das du mit dem Rad erkunden kannst, schau doch mal beim Blogbeitrag zu den fahrradfreundlichsten Städten der Welt vorbei. Dann kann deine Reise bald beginnen!

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