Fahrradgeschäft

Fahrräder gibt es fast überall zu kaufen. Wer es günstiger mag, sucht bei Discountern, wer auf Qualität setzt, in Fahrradgeschäften. Aber ist es wirklich so, dass Fahrradgeschäfte teuer, aber dafür gut sind? Welche Vorteile und Nachteile bieten Fahrradläden und was macht ein gutes Fahrradfachgeschäft aus?

Fahrradgeschäft
© simonwhitehurst
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Fahrräder lassen sich online oder im Laden kaufen. Auch Discounter oder Baumärkte bieten sie an. Unerfahrene Käufer verlieren da leicht den Überblick, denn nur weil ein Fahrrad günstig ist, bedeutet das nicht, dass es schlecht ist. Vielmehr hängt die Wahl des passenden Fahrrads davon ab, auf welchen Wegen der Fahrer es nutzen möchte. Kommt das Fahrrad nur in der Stadt auf dem Weg zur Arbeit zum Einsatz? Oder ist es auch für lange Fahrradtouren gedacht und ermöglicht die Mitnahme von Reisetaschen?

Wer gewisse Anforderungen an sein Fahrrad stellt, profitiert von einer Beratung. Kompetente Auskünfte zum Thema Fahrrad in einem Supermarkt oder Baumarkt zu finden, ist eher unwahrscheinlich. Wer dort ein Fahrrad kaufen möchte, hat sich die nötigen Informationen, was ein gutes Fahrrad ausmacht, selbst anzueignen. Eine Alternative zur langen Recherche und Beschäftigung mit diesem Thema ist eine Fachberatung im Fahrradgeschäft. Eine Fachberatung ersetzt allerdings nicht die Auseinandersetzung damit, was der Käufer braucht. Vor der Kaufentscheidung ist es ratsam, entscheidende Kriterien wie Einsatzgebiet des Fahrrads oder Budgetrahmen festzulegen, um die Vielfalt an Fahrradtypen zu reduzieren.

Fahrrad online oder im Laden kaufen?

Ob der Kauf im Laden oder online stattfindet, ist letztendlich eine individuelle Entscheidung. Ein Fahrrad online zu kaufen, bietet bessere Möglichkeiten, die Preise zu vergleichen und ist bequemer. Allerdings lassen sich die über einen Fahrrad-Shop online gekauften Fahrräder nicht wie in einem Fahrradgeschäft Probe fahren. Teilweise bieten Onlineshops auch nicht immer Beratungsmöglichkeiten.

Ein Fahrrad im Laden kaufen, läuft in vielen Fällen auf einen höheren Preis hinaus. Allerdings bekommen Kunden in guten Geschäften eine kompetente Beratung und in manchen Fällen zusätzlichen Service wie kostenfreie Wartungen. Der wesentliche Punkt, der für einen Kauf vor Ort spricht, ist die Möglichkeit, das jeweilige Fahrrad ausprobieren zu können.

Während Fahrradcenter eine große Auswahl an unterschiedlichen Modellen bieten, ist die Anzahl der verschiedenen Fahrräder und Modelle in einem Fahrradgeschäft etwas begrenzter. Das ist Vor- und Nachteil zugleich. Wer sich bei seiner Wahl nicht sicher ist, hat nur begrenzte Entscheidungsmöglichkeiten. Derjenige jedoch, der genaue Vorstellungen hat, findet leichter das, was er sucht.

Vorteile eines Fahrradgeschäfts

Fahrradgeschäfte haben sich auf den Verkauf von Fahrrädern und dem entsprechenden Zubehör wie Klingeln, Rennradhelm oder Anhänger spezialisiert. Das bedeutet, dass die Verkäufer über Fachwissen verfügen und Kunden im besten Falle kompetent beraten.

Davon abgesehen ist es in vielen Fachgeschäften möglich, Fahrräder vor dem Kauf Probe zu fahren. Für Fahrradlaien und Profis ist eine Probefahrt zu empfehlen, um den Komfort zu testen. Bei gebrauchten Fahrrädern ist sie entscheidend, um zu prüfen, ob Gangschaltung oder Bremsen noch in Ordnung sind.

Entscheiden sich Kunden dann für ein Produkt, bieten viele Fahrradgeschäfte auch weitere Services. Sie übernehmen das Anpassen des Fahrrads an die Körpergröße oder montieren gewünschte Zusatzteile. Zusätzlich übernehmen verschiedene Fahrradgeschäfte auch Reparaturen, Inspektionen oder Wartung. Der Kunde profitiert damit von einer einzigen Anlaufstelle für alle anstehenden oder möglicherweise auftauchenden Arbeiten.

Das richtige Fahrradgeschäft finden

Wer ein Fahrrad kaufen möchte, achtet am besten darauf, das richtige Fahrradgeschäft auszusuchen. Kompetente Verkäufer lassen sich daran erkennen, dass sie sich Zeit für die Beratung nehmen und auf den Kunden eingehen. Je präziser Kunden die Fragen nach Budget und zukünftige Nutzung des Fahrrads beantworten, desto produktiver gestaltet sich die Beratung für beide Seiten. Wer das Gefühl hat, dass es mehr um den Verkauf eines preisintensiveren Fahrrads als um das passendere geht, wählt am besten einen anderen Händler. Auch Qualitätssieger oder vermeintliche Testsieger sind mit Vorsicht zu genießen. Diese Tests bewerten oft nur einzelne Teile des Fahrrads wie Schaltungen oder Bremsen, die aber nicht für die Qualität des gesamten Modells stehen.

Eine gute Beratung benötigt Zeit. Daher ist es hilfreich, bei Fachgeschäften nach einem Termin zu fragen oder an einem Werktag vorbeizuschauen. Wer nicht unbedingt das neueste Modell braucht, kann Geld sparen, indem er sich für Auslaufmodelle entscheidet. Einige Fahrradgeschäfte haben sich zudem auf gebrauchte Fahrräder spezialisiert. Diese kosten weniger als eine Neuanschaffung.

Um den richtigen Fahrradhändler zu finden, empfiehlt sich, vorab die Bedürfnisse zu klären. Wer sein Fahrrad selbst reparieren und warten will, braucht kein Geschäft, das diesen Service anbietet. Ist das Fahrrad jedoch ein Gebrauchsgegenstand und keine zusätzliche Zeit für die Wartung eingeplant, ist es ratsam, ein Geschäft zu wählen, das auch Zusatzleistungen anbietet, über akzeptable Öffnungszeiten verfügt und gut erreichbar ist.

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