Nachhaltiger Fahrradboom auch nach Corona?

Das Geschäft mit dem Zweirad floriert – und das nicht gerade wenig. In düsterer Zeit der Pandemie wurde eine goldene Ära des Fahrrads geschaffen. Doch wie lange hält dieser Trend an?
Nachhaltiger Fahrradboom auch nach Corona?
© Jacob Lund
Erstellt von Velonest vor 1 Monat
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Lockdown und Strukturwandel

Ob es je eine Zeit nach Corona geben wird, bleibt laut aktuellem Forschungsstand leider fraglich. Was wir jedoch schon jetzt mitnehmen können, ist die Tatsache, dass eine Trendwende eingeleitet wurde. Doch wie kam das überhaupt zustande? Zunächst war unser aller Zuhause ein Gefängnis auf Zeit. Lockdown lautete die Devise. Eindämmungsversuche an allen möglichen Stellen. Da wurde der Wunsch nach Freiheit und Natur immer größer. Für viele hat sich dadurch der Umstieg auf das Fahrrad gelohnt. Das steigende Verkehrsaufkommen an Radfahrern blieb auch nicht unerkannt. Die Politik reagierte und errichtete neue Radwege beispielsweise auf Berlins Straßen. Mit den letzten Lockerungen war der Ansturm auf den Drahtesel ungebremst. Fahrradläden sahen die Bikes vor lauter Kunden nicht mehr oder wenn überhaupt, dann nur durch die 1,5 Meter Sicherheitsabstand – versteht sich.

Wertewandel inklusive?

Der Griff zum Fahrrad ist zu Zeiten von Corona mehr als verständlich. Ein Schutzraum auf zwei Rädern, wo man nicht, wie in den öffentlichen Verkehrsmitteln, Menschenmengen ausgesetzt ist. Der strukturelle Umbau erfolgte primär auch in Hinblick auf die andauernde Pandemie und somit ist auch hier die Dauer der Maßnahmen nicht absehbar. Die Angst vor einer Ansteckung ist nach wie vor der Dynamo dieser Bewegung, oder zumindest eines Teils davon. Denn das Werteverständnis hat sich bereits im Laufe der letzten Jahre immer stärker hin zu einem bewussteren Umgang mit der Umwelt verschoben: Der ökologische Fußabdruck als neuer Vergleichsmaßstab. Es ist ein Wettbewerb, bei dem es nur Gewinner geben kann, denn jede gute Tat zählt. Auch hier punktet das Fahrrad auf ganzer Linie. Doch ist es nur eine Kurzreise oder wurde durch diesen Umschwung eine ganz neue Wertehaltung integriert und das Fahrrad nun als dauerhafter Begleiter ins zukünftige Leben mit eingeplant?

Vorzüge des Radelns

Dass die Fahrradwege so stark genutzt werden, ist kein Zufall. Das Fahrrad ist und bleibt ein praktikables Fortbewegungsmittel. Viele Menschen werden vielleicht gerade jetzt an die Vorteile des Fahrrads herangeführt oder daran erinnert. Bei dem schönen Wetter der letzten Wochen konnte man erst recht viele Wege auf dem Velo zurücklegen, ob ein Freizeitausflug am Vatertag oder der tägliche Weg mit dem Rad zur Arbeit. Mobilität ist und bleibt ein hohes Gut und vielleicht können jetzt immer mehr Menschen die Freude am Fahrrad erkennen und schätzen.

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