Bahn frei – so lernen Kinder schnell und stressfrei Fahrrad fahren

Ausgedehnte Fahrradtouren durch Wiesen und Wälder sind nicht mehr möglich, wenn man selbst Kinder hat? Von wegen. Sobald ein gewisses Alter erreicht ist, lassen sich derartige Unternehmungen natürlich auch wunderbar mit den Sprösslingen umsetzen und bringen allen Beteiligten sehr viel Spaß. Die meisten Kinder besitzen von Natur aus einen großen Bewegungsdrang und finden Fahrräder und das schnelle Fortbewegen mit ihnen super. Sobald das Kind Interesse am Fahrradfahren zeigt, kann es mit dem Lernen los gehen. Wir verraten euch hier, worauf dabei geachtet werden muss, damit das Fahrradfahren schnell und stressfrei gelingt.
Bahn frei – so lernen Kinder schnell und stressfrei Fahrrad fahren
© atsurkan
Erstellt von Velonest vor 10 Monaten
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Den richtigen Zeitpunkt wählen

Wie immer, wenn es um Entwicklung und Fähigkeiten der Kinder geht, lässt sich auch in puncto Fahrradfahren lernen keine genaue Altersangabe machen. Vielmehr ist es eine Frage der Intuition und natürlich spielen auch die Lernbereitschaft und das Interesse am Fahrrad seitens des Kindes eine große Rolle. Das Kind unter Druck zu setzen, nur weil andere Kinder im selben Alter die Kunst des Fahrradfahrens vielleicht schon für sich entdeckt haben, ist dabei keine gute Idee. Viel wichtiger ist es, dass Eltern darauf achten, dass die notwendigen motorischen Fähigkeiten vorhanden sind und das Kind ein gutes Körpergefühl entwickelt hat.

Viele Kinder sind heutzutage bereits mit ein oder zwei Jahren mit dem Laufrad unterwegs und wissen dadurch bereits schon, wie sie das Fahrrad lenken können und wie das Gleichgewicht zu halten ist.

Laufrad fahren als beste Vorübung

Demzufolge entscheiden sich viele Eltern meistens zuerst für ein Laufrad mit vier Rädern. Damit können Kleinkinder draußen oder in der Wohnung ihre ersten Fahrrad-Erfahrungen machen. Ein etwas größeres Laufrad mit zwei Rädern ist danach eine beliebte Wahl, weil es vor allem übt, das Gleichgewicht zu halten.

Wenn das Kind sicher mit dem Laufrad unterwegs ist, ist es motorisch gut ausgestattet und bereit, aufs Fahrrad umzusteigen. Natürlich nur dann, wenn der ausdrückliche Wunsch ausgesprochen wird. Nur wenn die eigene Motivation da ist, kann das Fahrradfahren stressfrei erlernt werden.

Die Wahl des richtigen Fahrrads

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Dieser Spruch passt natürlich auch, wenn es um den Kauf des ersten Kinderfahrrads geht. Dabei gilt, dass es nicht das teuerste oder modernste Bike sein muss. Viel wichtiger bei der Entscheidungsfindung sind folgende Kriterien:

  • Fahrradgröße und Gewicht: Das Kind muss im Stehen mit den Füßen den Boden berühren können. Wenn dies nicht der Fall ist, ist das Fahrrad noch zu groß und kommt somit nicht in Frage. Es empfiehlt sich daher, einen Fahrradladen aufzusuchen und mit dem Kind gemeinsam die vielen verschiedenen Modelle kennenzulernen. Wichtig ist auch, dass das Fahrrad nicht zu schwer ist. Ein leichteres Modell erlaubt dem Kind eine einfachere Handhabung. Unser Tipp: Denkt darüber nach, ob es sinnvoller ist, das erste Fahrrad zum Beispiel bei einem Online Fahrradmarkt wie Velonest gebraucht zu kaufen, da es so einige Stürze aushalten muss und es wahrscheinlich schneller als man blinzeln kann für den Nachwuchs zu klein sein wird.
  • Höheneinstellung von Sattel und Lenker: Wenn das Kind auf dem Sattel sitzt, sollte es ganz einfach mit beiden Füßen (und nicht nur mit den Zehenspitzen) den Boden berühren. Bei der Lenkereinstellung ist darauf zu achten, dass das Kind beim Fahren aufrecht sitzen kann.
  • Die richtige Ausstattung: Die Fahrradketten sollten über einen geschlossen Schutz verfügen, damit sich keine Kleidung darin verfangen kann. Die Griffe und der Lenker sollten gepolstert sein. Dass das Fahrrad über funktionierende Bremsen verfügen muss, ist selbstverständlich. Eine Rücktrittbremse lässt sich von noch sehr jungen Fahranfänger*innen zumeist besser betätigen und geben den Kindern die Möglichkeit, in Gefahrensituationen schneller zu reagieren.
  • Fahrradhelm: Das A und O und wichtigstes Kriterium, um überhaupt aufs Rad steigen zu dürfen. Das sollten Eltern ihrem Nachwuchs von Anfang beibringen und dabei auch selbst als gutes Beispiel voran gehen und selbst einen Helm tragen. Die Auswahl ist riesig und bunt und hält für jedes Kind den passenden Kopfschutz bereit. Natürlich sollte der Helm vor dem Kauf aufgesetzt werden. Wenn ihr euch nicht sicher seid, fragt lieber nochmal beim Fachpersonal nach und lasst euch beraten. Viele Erwachsene wissen oftmals nicht, wie ein Fahrradhelm richtig sitzt.

Mittlerweile gibt es schon einige Modelle auf dem Fahrradmarkt, die damit werben, dass sie ein Fahrrad anbieten, das mitwächst wie z.B. das Monkeycycle. Im Sinne der Nachhaltigkeit kann es eine Überlegung wert sein, ob nicht ein mitwachsendes fahrendes Gefährt das Richtige für die Kleinen wäre.

Die besten Plätze zum Üben

Wer das Fahrradfahren erlernt, sollte natürlich nicht auf oder neben einer viel befahrenen Straße damit starten. Sucht lieber Orte mit den Kindern auf, die ruhig und entspannt sind und wo wenig Trubel herrscht. Ausgezeichnet eignen sich dafür Parks, Parkplätze (nach Ladenschluss), der eigene Hof (wenn vorhanden), Feld- oder Waldwege oder auch Zoos und Tierparks, wenn durch die Übungen niemand behindert wird.

Fahren im Straßenverkehr will gelernt sein

Auch wenn das Kind nun schon zwei, drei Mal oder noch öfter sicher auf dem Rad saß und Stürze immer seltener werden, sollte das Fahren im Straßenverkehr erst dann ausgeübt werden, wenn das Fahrradfahren wirklich sicher ist! Das Beherrschen vom plötzlichen Bremsen und dem schnellen Ausweichen sind dabei von entscheidender Bedeutung, da es ansonsten schnell zu Unfällen kommen kann. Kinder müssen bis zu einem Alter von acht Jahren und dürfen bis sie zehn Jahre alt sind auf dem Bürgersteig fahren. Den Eltern ist es auch gestattet, ihr Kind auf dem Bürgersteig mit dem Fahrrad zu begleiten. Beim Überqueren einer Straße ist es aber wichtig, abzusteigen und das Fahrrad über die Fahrbahn zu schieben.

Denkt dabei auch an die verkehrssichere Ausstattung des Kinderfahrrads, das heißt an Klingel, Beleuchtung (vorne und hinten), ein funktionierendes Bremssystem, Speichenreflektoren und Rückstrahler an den Pedalen und um es noch einmal zu erwähnen – den passenden Fahrradhelm! Dieser rettet im Notfall leben. Wir wünschen viel Spaß beim Fahrradfahren, allzeit eine gute Fahrt und viele schöne gemeinsame Radtouren.

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